Archiv für den Monat: Juli 2012

Windows: Suchleiste im Startmenü wieder anzeigen/einblenden

Seit Windows Vista gibt es die Möglichkeit, mit Hilfe einer kleinen Suchmaske im unteren Bereich des Startmenüs die Inhalte der indexierten Festplatte zu durchsuchen. Immerhin eine nützliche Neuerung – doch warum fehlt diese Suchleiste auf einmal? Im folgenden Beitrag zeige ich Ihnen, wie Sie die „verlorene Suchleiste“ aus dem Startmenü wieder aktivieren und anzeigen lassen können.

Woher kommt die Suchleiste eigentlich?

Die Suchleiste hatte in Windows Vista ihren ersten großen Auftritt. Damals wurde auch das Suchverfahren verändert: Windows Vista (und übrigens auch Windows 7) legen einen Index an, in dem sämtliche Inhalte auf der Festplatte abgespeichert werden. Wird nun etwas in der Suchleiste eingegeben, greift der Windows Search-Dienst auf diesen angelegten Index zu und fragt diesen entsprechend ab. Wird nichts gefunden, ist die bspw. Textdatei nicht auf der Festplatte, oder der Dienst hatte noch keine Gelegenheit, diese Textdatei in den Index mit aufzunehmen.

Die Windows Suche ist also ein Dienst?

Ja und Nein. Es gibt die Möglichkeit, den Index-Dienst abzuschalten. Dies kann Systemressourcen sparen, bringt allerdings auch einen Nachteil mit sich: Die Suchfunktion „sucht“ nicht mehr wirklich. Sie greift lediglich auf den Inhalt der zuletzt aktualisierten Version des Indexes zurück. Neue Daten werden nicht mehr aufgenommen und können folge dessen auch nicht mehr angezeigt werden. Sollten Sie den Index löschen, können Sie die Suchleiste im Startmenü im Prinzip komplett vergessen. Daneben gibt es natürlich immer noch die „klassische“ Suchfunktion in Windows. Mit Hilfe der Taste F3 können Sie die Windows Suche aufrufen, welche Sie bereits aus früheren Windows Versionen kennen. Diese kann auch ohne den Index arbeiten, allerdings kann dort die Suche nach den angeforderten Daten entsprechend lange dauern. Es wird auch immer wieder der Hinweis eingeblendet, den Index-Dienst zu reaktivieren, weil damit Zeit beim Suchvorgang gespart werden kann – logisch.

Also hat die Suchleiste etwas mit dem Dienst zu tun?

Richtig! Im Prinzip ist die Suchleiste im Startmenü das „F3“ in Windows XP. Ist der Index-Dienst nicht aktiv, werden nur bis zur Deaktivierung des Dienstes gefundene Daten im Falle eines Suchvorganges angezeigt. Sollte der Index gelöscht werden, wird überhaupt nichts mehr angezeigt. Bestimmte System-Optimierungs-Programme meinen, den Dienst und alle damit verbundenen Komponenten zu deaktivieren, um Systemressourcen zu sparen. Damit hat das Programm auch gar nicht so unrecht, allerdings stört der Teil mit „alle damit verbundenen Komponenten“. Mit „alle Komponenten“ wird das auch buchstäblich so gemeint! Wurde der Dienst deaktiviert und durch einen Klick auf die Hinweismeldung wieder reaktiviert, ist damit noch lange nicht alles wieder „im Lot“. Der eigentliche „Hauptschalter“ der Suche ist an einem ganz anderen Ort. Windows definiert die Suchleiste im Startmenü als eine Funktion und genau dort ist auch dieser „Hauptschalter“. Im folgenden Beitrag wird Ihnen gezeigt, wie Sie die Suchleiste im Startmenü wieder anzeigen lassen können.

Video – Windows: Suchleiste im Startmenü wieder anzeigen/einblenden

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie in unser Forum oder hinterlassen Sie einen Kommentar!


Mozilla Thunderbird: E-Mails richtig/komplett löschen (mbox)

Wenn Sie aktiver Nutzer von Mozilla’s E-Mail Client Thunderbird sind, werden Sie bereits viele E-Mails gelöscht haben. Mit der Zeit merkt man das auch an der Performance des Programms. In diesem Beitrag zeige ich Ihnen, wie Thunderbird E-Mails löscht, was dabei passiert und wie Sie den E-Mail Client wieder flott machen.


Gelöscht, aber immer noch da

Bei vielen E-Mail-Accounts kommen pro Tag einige E-Mails in den Mülleimer. Egal ob Erinnerungen an vergangene Termine, Newsletter oder Spam-Nachrichten: Alles wird irgendwann einmal gelöscht. Doch was geht da im Programm genau vor sich? Warum kann man nach einer Löschung immer noch auf E-Mails zugreifen, obwohl das doch eigentlich gar nicht sein sollte? Die Antwort darauf ist simpel: Sie löschen nichts, auch, wenn Sie denken, dass Sie das mit dem „Löschen“-Eintrag machen. Thunderbird arbeitet mit dem mbox-Format. Damit werden E-Mails abgespeichert. Nicht nur der Client von Thunderbird nutzt dieses Format, sondern auch viele andere E-Mail Programme. Jeder Account, jeder Ordner und selbst jeder RSS-Feed, den Sie im Thunderbird abrufen, bekommt seine eigene mbox-Datei, in der Daten gespeichert werden. Wenn Sie nun eine E-Mail löschen, wandert diese in die mbox-Datei des Papierkorbes. Solange sie dort nicht gelöscht wird, ist sie lediglich im Postfach nicht mehr vorhanden. Genauere Informationen darüber erhalten Sie im Video am Ende dieses Beitrags.

Wenn der Thunderbird immer langsamer wird …

… liegt das schlicht und ergreifend an solchen Aktionen wie eine Verschiebung von E-Mails in andere Postfächer bzw. Ordner oder an deren Löschung. Anhand einer Löschung von E-Mails kann das leicht erklärt werden: Sie löschen E-Mail A. Diese E-Mail wird von der mbox-Datei Ihres Postfaches in die mbox-Datei des Papierkorbes kopiert. Des Weiteren erhält die E-Mail in Ihrem Postfach den Zusatz, nicht mehr dort, sondern im Papierkorb angezeigt zu werden. Folge dessen haben wir nun zwei Mal die gleiche E-Mail in unserem Account. Dies passiert übrigens auch bei einer Kopie oder Verschiebung von E-Mails bzw. RSS-Feed-Einträgen. Abhilfe können wir mit einer Komprimierung der entsprechenden Ordner (und damit der mbox-Dateien) schaffen. Durch diesen Vorgang werden alle „alten“ Daten, also die unsichtbaren Einträge, endgültig gelöscht. Was dabei zu beachten ist, erfahren Sie ebenfalls im folgenden Video.

Video – Mozilla Thunderbird: E-Mails richtig/komplett löschen (mbox)

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie in unser Forum oder hinterlassen Sie einen Kommentar!

Mozilla entwickelt Thunderbird nicht mehr weiter

Mozilla hat bekannt gegeben, dass der E-Mail-Client Thunderbird keine neuen Funktionen mehr bekommen wird. Die Weiterentwicklung habe keine Priorität mehr. Nur die Community kann noch neue Funktionen entwickeln.

Ein Abschied für immer?

Nein – zumindest nicht nach dem Governance-Modell. Demnach zieht sich Mozilla lediglich aus der Entwicklung zurück, Sicherheits- und Stabilitätupdates sollen allerdings weiterhin alle sechs Wochen veröffentlicht werden. Laut Mozilla ist es ihnen nicht gelungen, Thunderbird als E-Mail-Client zu „einem hoch innovativen Angebot zu machen und dem Nachrichtenaustausch im Internet neue Impulse zu geben„, schreibt Mozilla-Chefin Mitchell Baker in einem Blogeintrag.

Weiterhin schreibt Baker:

„Die meisten Thunderbird-Nutzer scheinen mit den Basis-E-Mail-Funktionen zufrieden zu sein. Parallel dazu sind webbasierte Formen der Kommunikation als Alternative zu Desktoplösungen immer populärer geworden“.

„Neues“ von der Community

Es bleibt nun also an der Thunderbird-Community, neue Funktionen für den populären E-Mail-Client mit aktuell rund 20 Millionen Nutzern zu entwickeln. Von Mozillas’s Seite wird es nichts mehr geben. Lediglich alle sechs Wochen werden entsprechende ESR-Versionen (Extended Support Release) bereit gestellt. Diese werden „nur“ Fehlerkorrekturen beinhalten. Der nächste ESR-Release ist der 20. November 2012. Diese Version wird die Grundfunktionen von Thunderbird beinhalten und entsprechend neue Funktionen aus der Community. Was nach diesem Termin „von der Community“ enthalten sein wird, ist fraglich.

Für Mozilla-Mitarbeiter ist diese Meldung vermutlich nichts Neues. Auf Pastebin ist eine vertrauliche Information für Mitarbeiter des Konzerns aufgetaucht. Demnach sollte die Information über den Rückzug von Mozilla aus der Entwicklung von Thunderbird erst am kommenden Montag bekannt gegeben werden.

Nutzen Sie Thunderbird? Werden Sie den E-Mail-Client weiterhin nutzen? Schreiben Sie doch einen Kommentar dazu unterhalb dieser Newsmeldung.

Quelle: Golem.de


Videos zu Thunderbird:

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie in unser Forum oder hinterlassen Sie einen Kommentar!